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Presseberichte der DDM - Jahrgang 2010

Mühlmanns räumen gleich zweifach ab
Härtensdorf. Am Wochenende holt Lokalmatador vom Oberhohndorfer Team beim vierten von fünf Wertungsläufen zur Deutschen Dumpermeisterschaft klaren Sieg.

Dreikantfeilen-Pilot Jens Mühlmann konnte am Wochenende beim vierten von insgesamt fünf Wertungsläufen zur Deutschen Dumpermeisterschaft einen klaren Sieg einfahren. Der Lokalmatador vom Oberhohndorfer Dumperteam Näser ließ auf der Rennstrecke des Charlottenhofes nichts anbrennen und setzte sich dort nach 2008 und 2009 erneut gegen eine starke Konkurrenz durch.

Er war zugleich der einzige Fahrer, der die 265 Meter lange Strecke in einer Zeit unter 1:50 Minuten zurücklegte. Das gelang nicht einmal dem amtierenden Deutschen Meister und Führenden der Gesamtwertung, Frank Domsch aus Lehndorf. Der musste sich am Sonntag mit Rang drei begnügen. "Eigentlich sah es für mich vor dem Rennen gar nicht gut aus. Schon am Sonnabend machte mein Dumper Probleme. Und dann ist kurz vor Beginn des Wettkampfes auch noch die Lichtmaschine ausgefallen, und der Keilriemen musste ersetzt werden", sagte Mühlmann.

Nichts für verwöhnte Nasen. Aufwirbelnder Staub und schwarze Rauchfahnen aus dem Auspuff sorgten beim Dumperrennen für dicke Luft. Foto: Andreas Wohland
Wirklich in der sprichwörtlich letzten Minute lief der Motor des dreirädrigen Rennmobiles wieder rund. "Verständlich, dass man da etwas nervöser an die Sache heran geht. Aber in dem Moment, als ich losgefahren bin, habe ich mich nur noch auf die Strecke konzentriert. Eine Spitzenzeit einfahren und das bei Null Fehlerpunkten - das war mein Ziel", meinte er.

Den Wettkampftag perfekt machte für ihn aber noch ein anderer Umstand. Seinem siebenjährigen Filius Franz gelang es nämlich, in der Dumpiput-Klasse für Kinder bis 8 Jahre ebenfalls der Konkurrenz davon und auf den obersten Platz des Siegerpodestes zu fahren. "Das ist schon mein zweiter Pokal. Ich freue mich sehr darüber, aber mein Vati fährt noch besser als ich", meinte der junge Mann mit sichtlichem Stolz.

Rennleiter Matthias Werner lobte die Organisatoren des Härtensdorfer Dumperrennens. "Es wurden alle sicherheitsrelevanten Bedingungen erfüllt, und die Strecke befindet sich in einem guten Zustand. Eines ist aber klar: Der Schotteruntergrund und die Schrägen haben den 38 Fahrern einiges abgefordert. Die Piste war nicht ganz ohne", betonte er. Und auf eines wies er mit einem Lächeln auch gleich noch hin: "Wer hier mitmacht, muss eine Macke haben. Trotzdem kommt jemand, der einmal mit dem Dumperfahren angefangen hat, nicht mehr davon los."

Quelle: Zwickauer Zeitung 20.09.2010


Mit Karacho in die Wahnsinnskurve: Lehndorf setzt sich durch
In Adelsdorf rollten am Sonnabend wieder die Dumper. Und erneut holte ein Lehndorfer den Sieg.

Über 500 Zuschauer säumten am 1.Mai den 206 Meter langen Rundkurs in Adelsdorf, wo die „Dreikantfeilen“ zum ersten Wertungslauf der Deutschen Dumpermeisterschaften an den Start gingen. Die kultigen, im Original sechseinhalb PS starken Baufahrzeuge, waren ordentlich getunt und herausgeputzt, so dass Augen, Ohren und Nasen der Fans ihr ganz spezielles Fest der Sinne feiern konnten.

Insgesamt 43 Fahrer waren in sechs Teams an den Start gegangen, um die jeweils zwei Runden möglichst schnell zu durchfahren. Die 30 Mitglieder des Adelsdorfer Dumperteams hatten sich den Kurs mit Highlights wie Hühnermord-Gasse, Wahnsinnskurve oder der beleibten Wippe in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit präpariert. Unangefochtener Sieger war der amtierende Deutsche Meister Frank Domsch aus Lehndorf, Zweiter wurde Lokalmatador Thomas Neumann (Adelsdorf), als dritter kam Christian Kuttke (Lehndorf) ins Ziel.

Quelle: Sächsische Zeitung (Klaus-Dieter Brühl) 03.05.2010

Bilder vom Rennen in Adelsdorf anzeigen


Erwartungsgemäß holte sich der amtierende Deutsche Meister Frank Domsch daus Lehndorf beim ersten Wertungslauf der Deutschen Dumpermeisterschaften 2010 in Adelsdorf den Sieg..

Presseberichte der DDM - Jahrgang 2009

Kopf-an-Kopf-Rennen der Dumper in Koselitz
52 Fahrer starten beim 15. Dumperrennen. Der Pokal bleibt im Ort. Der alte ist der neue Sieger: Roger Hauptmann hat am Sonnabend den zweiten Wertungslauf zur Deutschen Dumper Meisterschaft (DDM) gewonnen. Weil der 43-jährige aus Sitzenroda (bei Torgau), wie schon im Vorjahr, für das Dumperteam Koselitz startete, bleibt der Wanderpokal auch diesmal in der Röderaue. Platz zwei belegte der Lehndorfer Filip Krahl, Platz drei Jens Mühlmann aus Zwickau. Der Gesamtsieger der DDM 2008 Frank Domsch, alias "Dumper-Domsch", landete auf dem vierten Platz.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die ersten Plätze trennen lediglich Zentelsekunden. Und auch sonst ging es diesmal sehr knapp zu. Die rund 160m lange Strecke verlangte de insgesamt 52 Teilnehmern, darunter drei Frauen, sehr viel fahrerisches Geschick ab. Kurvenreich und eng gestaltete sich die Strecke. Manchen wurde dies zum Verhängnis.

Auf der Jagd nach der Schnellsten Rundenzeit gerieten einige Fahrer mit ihrem dreirädrigen Dumper ins Wanken. So legte der 48-jährige Gregor Bresan wohl einen der spektakulärsten Läufe hin. Mehrfach hin ein Rad in einer Kurve in der Luft. Ein Umkippen des Dumpers konnte er in der vom Streckensprecher getauften "Mutkurve" gerade noch so verhindern.


Roger Hauptmann.

Mehrfach hin ein Rad in einer Kurve in der Luft.
Weniger Glück hatte René Ulbricht, der Aus Gingst angereist war. Er landete mit seinem Dumper auf der Seite und musste von den Streckenposten wieder aufgerichtet werden. Das wohl auffälligste Gefährt hatte Sasha Schade. Er war zum ersten Mal in Koselitz dabei und drehte mit einem im Feuerwehrstil aufgemotztem Dumper seine Runden. Rot lackiert und mit Blaulicht düste er die Strecke entlang.

Der älteste Teilnehmer war mit 61 Jahren der Koselitzer Hans-Joachim Hoppe. Für seinen Lauf tauschte der leidenschaftliche Hobbyfilmer kurz die Videokamera gegen den Dumper ein und legte mit 1:41,37 eine ordentliche Zeit hin. Die Organisatoren ziehen ein positives Fazit nach vier Tagen Koselitzmarkt. "Die Stimmung war super, auch wenn weniger Besucher als im letzten Jahr da waren" sagte Thomas Kießling. Erstmals hatten die Koselitzer ein 31 mal 50 Meter großes Festzelt auf dem Gelände aufgebaut. "Am Sonnabend war es rappelvoll", so Kießling.

Quelle: Sächsische Zeitung (Julia Polony) 06.07.2009


Dreifachsieg für Lehndorfer Dumperpiloten
Die Lokalmatadore aus Adelsdorf konnten beim Meisterschaftsrennen ihren Heimvorteil nicht nutzen.

In der MTS-Kurve zeigte Erik Ammermann beim gestrigen Wettkampf Nerven. Der Youngster des Adelsdorfer Dumperteams hatte zuviel Geschwindigkeit drauf und rammte sage und schreibe acht Pistenmarkierungen. Mit jeweils zwei Strafsekunden pro Crash belegt, landete er bei seinem ersten Dumper-Wettkampf abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.

„Da war ein bisschen zuviel Adrenalin in Spiel“, tröstete Adelsdorfs Club-Präsident Lutz Grafe den Pisten-Neuling. „So viele Zuschauer - das geht bei so jungen Burschen schon mal zu Lasten der Konzentration.“ Grafe selbst trat in diesem Jahr nicht zum Heimrennen an, sein Dumper musste mit einem Kurbelwellenbruch in der Garage bleiben. 44 Piloten gingen auf dem Gelände der Firma Wallberg an den Start.

Michael Franke vom Adelsdorfer Dumperteam fährt hier über den Parcours. Hunderte Schaulustige hatte das Rennen zur Deutschen Dumpermeisterschaft an die Strecke gelockt, darunter zahlreiche Schlachtenbummler aus den anderen Dumper-Hochburgen.
Von der Konkurrenz abgekocht

Das erklärte Ziel der Adelsdorfer war ein Sieg in der Mannschaftswertung des sechs Teams umfassenden Starterfeldes. Auch das oberste Treppchen in der Einzelwertung lag im Bereich des Möglichen. Hatte doch der Lampertswalder Daniel Hoffmann im vorigen Jahr an gleicher Stelle souverän gewonnen und den Meistertitel am Ende der Saison nur knapp verfehlt. Aber diesmal wurden die Adelsdorfer von ihren Dauerkonkurrenten aus Lehndorf bei Kamenz regelrecht abgekocht. Die Piloten vom dortigen Dumperclub machten die ersten drei Plätze unter sich aus. Daniel Hoffman landete als bester Adelsdorfer auf Rang sechs. Immerhin erreichte die Heimmannschaft noch den zweiten Platz in der Teamwertung.


Großes Interesse fand auch die Schau der Oelsnitzer Traktorenfreunde.
Einzigartig: die Wippe

Es spricht für das Können der Lehndorfer, dass sie den 200 Meter langen Parcours mit Wippe, MTS-Kurve und Hühnermord-Gasse überlegen bewältigten. Andererseits auch Fairness von Adelsdorfer Seite im Spiel. Hatte doch der heimische Dumperclub der Konkurrenz am Morgen ein Probetraining eir geräumt. Das ist nicht auf jeder der fünf Meisterschafts-Strecken selbstverständlich. Die Adelsdorfer Piste gilt als die anspruchsvollste von allen; sie verfügt als einzige über eine Wippe. Diese durfte auf Anweisung der Dumper-Rennorganisation Sonntag erstmals umfahren werden. Begründung: Der harte Aufprall beim Passieren des Gerätes stauche die Wirbelsäule allzu heftig zusammen. Die Regelung wurde von keinem Starter in Anspruch genommen. Selbst der 61-jährige Dumper-0ldie Hans-Joachim Hoppe aus Koselitz absolvierte die Schwierigkeit mit Bravour. Ebenso Mannschaftskollegin Nicole Ranft, die einzige Frau. Trotz einer kleinen Zittereinlage der Hühnermord-Gasse fuhr die 24-Jährige ein tolles Rennen, belegte einen achtbaren 14. Platz. Dass sie überhaupt im sitz einer "Dreikantpfeile" landete, ist eine besondere Geschichte im Dumper-Rennsport. Die Mittweidaerin hatte vor vier Jahren ein Rennen in Koselitz besucht und sich dabei in Zeitnehmer Thomas Kießling verliebt.

Quelle: Sächsische Zeitung (Manfred Müller) 04.05.2009


Presseberichte der DDM - Jahrgang 2008

Rügens Dumperfahrer holten die Pokale
Lieschow. Mit einem packenden finale ging am Wochenende in Lieschow die 5. Deutsche Dumpermeisterschaft zu Ende. 44 Dumperfahrer aus den neuen Bundesländern waren auf den Erlebnishof von Bauer Lange gereist, um am Sonntag auf der 380 Meter langen Rennstrecke in zwei Runden den schnellsten Dumperpiloten Deutschlands zu ermitteln.

Rund 1500 Zuschauer verfolgten das Spektakel. Bereits am Sonntag waren die weiblichen Piloten mit ihren Dreikantfeilen beim Dumper-Ladies-Cup um den Pokal der Landrätin an den Start gegangen Neun Frauen traten in dem Wettkampf gegeneinander an. Der von Kerstin Kassner gestiftete Pokal muss die Insel nicht verlassen, sondern bleibt diesmal auf Rügen. Zu verdanken ist das Jana Otto aus Gustow. Sie war die Schnellste Fahrerin vor Cathleen Hauptmann aus Sitzenroda und Ulrike Striesow aus Stralsund.

Als am Sonntag dann die Männer an den Start gingen war das große Ziel schon klar:

Rene Ulbricht mit seinen Dumper.
Auch dieser Pokal sollte nach dem Erfolg der Frauen nicht in Richtung Festland abwandern. Dabei sah es lange danach aus. Bis zum 43. Starter war das Rennen wieder fest in sächsische Hand. Frank Domsch aus Lehndorf, der Vorjahressieger, lag mit zwei Sekunden Vorsprung auf Platz 1. Doch dann wurde doch noch alles anders. Der letzte Fahrer, der an den Start ging, war Rene Ulbricht aus Gingst. Nach der Schnellsten Zwischenzeit gab es dann am Ende eines spannenden Renntages wirklich noch einen Rügner Sieger. Rene Ulbricht siegte mit einer Zehntel-Sekunde Vorsprung vor Frank Domsch und Daniel Hoffmann, beide aus Sachsen.

Der Pokal bleibt damit zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Dumpermeisterschaft auf Rügen. Lokalmatador Thomas Lange kam übrigens auf seinem Hof immerhin auf einen beachtlichen 6. Platz.

Quelle: Ostseezeitung 27.10.2008


Dumper-Pokal bleibt in Koselitz
In vier Tagen Koselitzmarkt erlebten tausende Besucher unter anderem Konzerte von den Randfichten, Matthias Reim und das Dumperrennen.

Mit einem hauchdünnen Vorsprung von gerade einmal 63 Hundertstel-Sekunden hat Roger Hauptmann am Sonnabend den zweiten Wertungslauf zur 6. Deutschen Dumper Meisterschaft gewonnen. Der 43-Jährige aus Sietzenroda (bei Torgau) startete für das Dumperteam Koselitz und sorgte so dafür, dass der Wanderpokal nach sechs Jahren endlich einmal wieder im Ort blieb. „Ich hätte nie gedacht, dass ich die Zeit von Dumper-Domsch noch knacke, denn er ist eine Spitzenzeit gefahren“, sagte der überglückliche Sieger. „Heute wird bis zum Umfallen gefeiert.

“Der Zweitplatzierte Frank Domsch, amtierender Deutscher Meister im Dumperfahren, legte als 21. Starter einen fehlerfreien Lauf hin und schien schon siegessicher zu sein. Lange lag der Lehndorfer in Führung. Bis Roger Hauptmann als vorletzter Starter noch an ihm vorbei zog. Dem siegverwöhnten Domsch stand der Ärger darüber ins Gesicht geschrieben. Zumal er schon beim ersten Lauf in Adelsdorf mit vier Reifenberührungen und damit acht Strafsekunden auf Platz 14 landete. Aber zumindest in der Teamwertung landete Lehndorf auf Rang eins – sie holten vom zweiten bis zum sechsten Platz alle Punkte. Doch auch für die Koselitzer war es ein großartiger Renntag. „Von elf Fahrern landeten sechs in den Punkten“, sagte Ralf Kießling vom Heimatverein Koselitz jubelnd. Das bedeutete Platz zwei in der Mannschaftswertung. Das Dumperrennen war nicht der einzige Höhepunkt des Koselitzmarktes.

Schon zuvor sorgte das erzgebirgische Trio „De Randfichten“ mit seinen Hits für Mega-Stimmung auf dem Platz. Beim Titel „Steig ei, mir fahrn in de Tschechei“ machte das Publikum eine Polonaise vor der Bühne, und mit dem legendären Titel vom „Holzmichl“ hielt es kaum noch einen auf seinen Platz. Noch einen drauf setzte Matthias Reim am Sonnabend. Als er nach dem Feuerwerk Punkt 23.09 Uhr die Bühne betrat und seinen Riesen-Erfolgshit „Verdammt ich lieb dich“ sang, grölten die Besucher textsicher mit. Der sympathische Sänger begeisterte die Masse, Fotoapparate klickten, Jung und Alt feierten ihren Star. Er selbst zeigte hinter der Bühne keine Starallüren. Nur eine sächs’sche Bratwurst wollte er vor dem Konzert verdrücken. Auch ein Newcomer präsentierte sich auf dem Koselitzmarkt. Marvin Hannemann (22) singt deutsche Schlager und ist bekennender Sachsen-Fan. Der Norddeutsche drehte am Wochenende am Schloss Zabeltitz das Video für seine dritte Single „Nur mit dir“. Für die Koselitzer schrieb Marvin sogar eine Dumper-Hymne, die er zum Rennen erstmals sang.

Renn-Ergebnisse:

- Einzelwertung (51 Teilnehmer):
1. Roger Hauptmann (Koselitz), 1 Minute 09,32.
2. Frank Domsch (Lehndorf), 1 Minute 09,95.
3. Andreas Leschbor (Lehndorf) 1 Minute 11,79.

- Teamwertung (11 Teilnehmer):
1. Lehndorf, 20 Punkte
2. Koselitz, 18 Punkte
3. Adelsdorf, 16 Punkte

- Fahrer: Der älteste war 60 Jahre, der jüngste gerade 15.

Quelle: SZ - Julia Polony - 07.07.2008


Spaß mit 50 Jahre alten DDR- Baumaschinen
Adelsdorf/Mainz - Das Dumperteam fuhr für eine ZDF Live-Aufnahme ein Rennen in Mainz.

Am Freitag, dem 13. ging sie große Reise los: nach Mainz zum ZDF. Die Dumperfahrer von Adelsdorf, Koselitz, Lehndorf bei Bautzen und Zwickau trafen sich in der Nacht zum Sonnabend in Koselitz. Die Dumper wurden auf zwei LKW verladen. Fahrer und Begleitpersonal gingen mit einem Bus auf die Reise.

Im ZDF- Gelände angekommen, erwartet alle die erste Überraschung: Alle Teams werden aufgefordert, jegliche Werbung an den Fahrzeugen und Kleidungsstücken zu überkleben. Allein das dauert schon bis zum Mittag. Dann die nächste Überraschung: Mittag von eins bis drei Uhr hatte absolute Ruhe zu herrschen, weil sich etwa einen entfernt ein größerer Ort befindet. Also wurden die Dumper lediglich abgestellt, die Motoren ausgemacht und geruht. Gegen 16 Uhr fand sie Probe statt. Jeder Teilnehmer hatte in den Shirts zu erscheinen, die er auch am Sonntag tragen sollte.

Nach exaktem Drehbuch wurden die Fahrzeuge zu einem Rennen für die Zuschauer aufgestellt. Der Zweite, Daniel Hoffmann, sollte den Ersten überholen. Wenn möglich sollte ein Dumper in der Kurve umkippen. Auf Startsignal ging die wilde Jagd los! Den Parcours hatte Matthias Werner aus Koselitz abgesteckt. Es klappte wunderbar. Der Moderator war mächtig beeindruckt. Die Regie sah vor, dass es mit Gottfried Scheeler aus Adelsdorf noch eine Extra- Runde fahren sollte. Nach einer gepfefferten Runde sagt der Moderator nur, dass er bei der richtigen Aufnahme nicht noch einmal mitfahren wird. Offensichtlich saß ihm doch der Schreck in den Knochen und die Hauptprobe war damit beendet.

Am Sonnabendabend wurde in gemütlicher Runde das Erlebte ausgewertet. Danach ging`s zum Schlafen auf den LKW oder ins mitgebrachte Zelt. Nach 35 Jahren das erste Mal wieder zelten, das war nicht jedermanns Sache. Wolfgang Hoffmann machte sich früh halb drei erst einmal auf die Socken zu einem Spaziergang- es war vor Kälte nicht auszuhalten. Zum Frühstück gab es wieder etwas aus der Selbstversorgung. Wurstsemmeln, wie bei allen Mahlzeiten zuvor.

Ab 10 Uhr war dann die Aufstellung am Fernsehgarten. 11.30 Uhr sollte die reichlich vierminütige Direktaufnahme stattfinden. Es klappte auch alles, der Moderator sprach kurz mit Matthias Werner, und ab ging die Post. Genau nach Regie lief die Vorführung ab. Dumperfreund Scheeler gab im Anschluss seinen Kommentar. Damit war der Auftritt vorerst beendet.

Zum Schluss wurden alle Mitwirkenden auf die Bühne gebeten. Mit dabei Werner Bring und Wolfgang Lippert. Es war ein gelungener Live- Auftritt. Anschließend ging es ans Verladen der wertvollen Fracht. Unsere Dumper sollten schließlich nicht beschädigt werden. Mit dem Bus kamen wir 22 Uhr in Koselitz an. Ohne Unfall, etwas müde, aber rundum zufrieden. Wir haben publik gemacht, dass 50 Jahre alte Baufahrzeuge aus der DDR für jede Mange Spaß in einer Fernsehshow sorgten.

Quelle: SZ - Wolfgang Hoffmann - 19.06.2008


Dumper fahren zum ZDF nach Mainz
Adelsdorfer und Koselitzer Dumperfreunde sind am 15. Juni in der Sendung Fernsehgarten zu sehen. Im Internet wurden die Programm-Macher des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) auf die Interessengemeinschaft Deutsche Dumpermeisterschaft (IG DDM) aufmerksam. Sie nehmen Kontakt zum Vorsitzenden Matthias Werner aus Koselitz auf und luden die Dumperfreunde in die Sendung Fernsehgarten ein.
Mittlerweile sind alle nötigen Absprachen getroffen, und es steht fest: Die kultigen Baufahrzeuge aus Adelsdorf und Koselitz sind am 15. Juni von 11-13 Uhr live im Zweiten zu sehen. Hinzu kommen noch Dumper aus Lehndorf bei Kamenz, aus Zwickau, aus Prieslich bei Ludwigslust, aus dem Harz und von der Insel Rügen. Insgesamt 17 der in Fankreisen "Dreikantfeile" genannten Fahrzeuge werden in Mainz erwartet. Und sie sollen- im Gegensatz zum Rennen der DDM- alle zugleich an den Start gehen. Matthias Werner hat dafür schon einen anspruchsvollen Parcours vorbereitet. Er führt über Hügel, durch Senken und um spitze Kehren- Gesamtstrecke 270 Meter. Damit sich die Dumper überholen können, ist die Piste sechs Meter breit.

17 "Dreikantfeilen" am Start
Obwohl auf Zeit gefahren wird, ist die Geschwindigkeit nicht Maßstab. Normalerweise sind die Dumper mit 15- 20 km/h unterwegs. Nur ganz mutige Fahrer schaffen es auf der Geraden an die 45 Sachen. Die dreirädrigen Dumper zu steuern, erfordert nämlich sehr viel Fingerspitzengefühl. Denn so richtig elchtestsicher sind die zwischen 1958 und 1966 im VEB Eisenwerke bei Mölkau gefertigten Fahrzeuge nicht. "Man sitzt schließlich über dem einzig lenkbaren Rad", erklärt Gottfried Scheeler, der stellvertretende Vorsitzende des Adelsdorfer Teams.

Tuning ist geheim

Deshalb, und weil das Reglement Motor und Getriebe im Originalzustand vorschreibt, ist es mit dem Tuning nicht so einfach. Jedes Team versucht zwar, seine Dumper zu frisieren. Doch wie, das ist das Geheimnis eines jeden Rennstalls, versichert Scheeler. Um rechtzeitig zu den Probeaufnahmen am Sonnabend, 14. Juni, in Mainz zu sein, müssen sich die Dumperfreunde die Nacht um die Ohren schlagen. Bereits am Freitag werden ihre Renner verladen. Jeweils sechs Stück passen auf die zwei gecharterten Sattelschlepper. Die Fahrer selbst reisen im Sonderbus. Das Adelsdorfer Team wird vom Bürgermeister Wolfgang Hoffmann begleitet. In Mainz wollen die Dumperfreunde dicht bei der Strecke in Zelten übernachten. "Das machen wir auch bei den Rennen der Meisterschaft so", erklärt Matthias Werner. Trotzdem sind die Beteiligten aufgeregt. Schließlich starten die nicht alle Tage im Fernsehen.

Typ:Dreiraddumper, 950 kg, gefertigt von 1958 bis 1966 im VEB Eisenwerke Mölkau bei Leipzig
Motor:795- ccm-Einzylinder- Viertakt- Diesel- Saugmotor mit rund 8,5 PS bei 2000 Umdr. pro min
Geschwindigkeit:15-20 km/h im Schnitt. Auf gerader Strecke bis maximal 45 km/h
Details:Die Lademulde fasst 0,8 Kubikmeter Schüttgut. Der Dumper hat zu DDR-Zeiten 6500 Ostmark gekostet. Er wurde in viele Länder, teilweise bis nach Afrika, exportiert.

Quelle: SZ - Jörg Mosch - 04.06.2008


Die "Dreikantfeile"



Presseberichte der DDM - Jahrgang 2007

Ein Pokal bleibt auf Rügen - Rekord: 54 Dumper am Start
Lieschow/vpb/B.S. Trotz Brückeneröffnung in Stralsund fanden Tausende Dumperfans am vergangenen Wochenende den Weg nach Lieschow zu Bauer Lange, um dem lustigen treiben der Dumperverrückten zuzusehen. Und sie wurden belohnt, denn Bauer Lange baute ebenfalls eine Rügenbrücke, die vorschriftsmäßig abgenommen und für den Dumperverkehr freigegeben wurde. Beim Dumper-Ladies-Cap am 20. Oktober gingen sechs Frauen an den Start und kämpften um den Pokal der Landrätin.

Diesen gewann Anne Dombrowski aus Ramitz vor Cathleen Hauptmann und Nina Fiedler aus Thüringen. Für Dr. Christina Lange mit der "schnellsten Sau von Rügen" hat es leider nicht ganz gereicht- aber dabei sein ist alles.


Ein Pokal bleibt auf Rügen - Rekord: 54 Dumper am Start.
Am 21. Oktober kämpften dann 54 Starter -REKORD- beim 7. offenen Rügener Dumperrennen und den Endlauf zur Deutschen Dumpermeisterschaft, um den Pokal des "Autohaus Schütt & Abrens". Der Gesamtsieg ging auch in diesem Jahr nach Sachsen. Frank Domsch holte sich den Sieg der 5 Deutschen Dumpermeisterschaft.

Quelle: Blitz am Sonntag 28.10.2007


Dumper jagen durch Koselitz
Mit einem kühnen Hechtsprung von seinem Dumper und der Siegerfaust in den Himmel gereckt, bejubelt Frank Domsch seine Bestzeit. Der 34-jährige Deutsche Meister aus Siebitz holte sich gestern beim Koselitzer Dumperrennen zum zweiten Mal den Pokal. Außerdem gab es 20 Punkte auf das Konto der Deutschen Dumpermeisterschaft 2007 (DDM). "Die Konkurrenz war saustark", gibt Frank Domsch zu. "Aber ich wusste, fahre ich fehlerfrei, ich kann sie alle schlagen." Als Drittletzter gestartet, fuhr er den 386 Meter langen Parcours fehlerfrei und mit "Bleifuß" durch. Bei einer Zeit von 1:36,6 Minuten blieb die Stoppuhr stehen.

Doch eigentlich war ein Teilnehmer noch schneller. Die einzige weibliche Starterin Nicole Ranft aus Lichtenau war knapp zwei Zehntel-Sekunden eher im Ziel. Leider touchierte sie während ihrer Fahrt zwei Mal die Begrenzungs-Reifen. Das bedeutet pro Berührung zwei Strafsekunden und damit Platz 7.

Von Enttäuschung war bei der 21-jährigen Dumper-Fahrerin nichts zu spüren. Im Gegenteil. "So eine Spitzenzeit habe ich gar nicht erwartet. Schade, dass mir die zwei Fehler unterlaufen sind. Übrigens, die ersten in einem DDM-Lauf." Vorsicht Männer! Nicole Ranft will hoch hinaus. "Das war meine klare Kampfansage an alle", sagt sie selbstbewusst. "Irgendwann werde ich Deutsche Meisterin."


Beim traditionellen Rennen gewann der Deutsche Meister Frank Domsch den Pokal.
Für einen besonderen Höhepunkt beim Dumperrennen sorgte das Südharz-Team. Mit zwei Dumpern machten sich Heiko Goldhorn und Axel Gröne am 7.7.07 gegen 0.07 Uhr vom thüringischen Woffleben nach Koselitz auf. 223 Kilometer in 13 Stunden und 33 Minuten. "Wir wollen mit dieser langen Strecke ins Guinnessbuch der Rekorde", sagt Heiko Goldhorn.

Akribisch protokollierten sie die Fahrt und melden nun ihren Rekordversuch an. Die nächtliche Tour habe ihnen viel Spaß gemacht, auch wenn sie sich eine Stunde durch Leipzig quälen mussten. Nochmal würden das die beiden jedoch nicht machen. "Mit dieser verrückten Idee haben wir so schon Dumpergeschichte geschrieben. Ob mit oder ohne Guinnessbuch-Eintrag", sagt Heiko Goldhorn und Axel Gröne ergänzt: "Ich war noch nie so fertig wie nach dieser Tour." Beim Koselitzrennen holten sie Platz 12 und 37.

Einem waren Zeit und Platzierung völlig Wurst. Reiner Böhme wurde in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag Opa. Publikumswirksam düste der Koselitzer den Parcours entlang, pflügte mit seinem Dumper den Boden um und gabelte sämtliche Reifen auf. Nach 25 Berührungen hörten die Streckenposten auf, die Fehler zu zählen. "Das musste sein", kommentiert Böhme überglücklich.

Das Rennen in Zahlen

  • 51 Teilnehmer kamen zum Dumperrennen nach Koselitz, zugleich 2. Lauf der DDM 2007
  • Jeder fuhr zwei Mal durch den Parcours, jede Runde: 193 Meter lang
  • Adelsdorf stellte das größte Team mit neun Fahrern
  • Nicole Ranft einzige weibliche Teilnehmerin (Platz 7)
  • Reiner Böhme fuhr die spektakulärste, über 25 Reifenberührungen
  • Jan Czapla aus Koselitz kippte als Einziger mit dem Dumper um
  • Südharz-Team reiste per Dumper an, 223 Kilometer

Quelle: Julia Polony - Sächsische Zeitung 09.07.2007


Jetzt amtlich: Längste Dumperparade
Lieschow.

Der von der Guinness Jury gebilligte Rekord der längsten Dumper-Parade der Welt ist jetzt amtlich. Thomas Lange hält die in London ausgestellte und auf den 18. Januar datierte Urkunde in den Händen. Initiiert vom Rügener Dumper-Verein, wurde der Rekordversuch am 21. Oktober des vergangenen Jahres vom Hof der Bauer Lange GbR in Lieschow erfolgreich gestartet. 52 dieser Dreikantfeilen absolvierten in der Parade einen Rundkurs von 4,5 Kilometern Länge. "Wenn wir Glück haben, erscheint bei den 15 000 Meldungen pro Jahr in der neuen Ausgabe des Buches auch noch ein Bild", so Lange.

Quelle: Rügener Zeitung 23.01.2007


Dumperrennen
Zum fünften Wertungslauf der Deutschen- Dumper- Meisterschaft gingen am Sonnabend 47 Fahrer an den Start. Zirka 800 Besucher schauten sich das Rennen an. Der dritte Platz ging an Detlef Illhardt aus Zwickau, Silber gewann Andre Grafe aus Adelsdorf und Gold bekam der Lehndorfer Dumperfahrer Frank Domsch. Zum ersten Wertungslauf wurde auch die Teamwertung eingeführt. Das nächste Rennen findet am 8. Juli in Koselitz statt. (mf)

Quelle: Sächsische Zeitung 30.04.2007


Für Adelsdorf ging Ingo Engelmann ins Rennen.

Dumperpiloten starten in die Rennsaison
Der 1. Wertungslauf zur Deutschen Dumpermeisterschaft findet am Sonnabend in Adelsdorf statt.
Die SZ sprach mit Rennleiter Matthias Werner.

Herr Werner, am Sonnabend, 14 Uhr, erfolgt in Adelsdorf der Startschuss zur mittlerweile 5. Deutschen Dumpermeisterschaft. Wie fing eigentlich alles mit diesem außergewöhnlichen Motorsport an?

Der traditionelle Koselitzmarkt 1994 war genau drei Stunden Geschichte, da ließen einige Mitglieder des Heimatvereins Koselitz das Fest noch einmal Revue passieren und dachten bei einem Gläschen Bier bereits über das Fest im kommenden Jahr nach. Auf der Suche nach neuen Programmpunkten kam plötzlich einer auf die Idee, mit den vier im Dorf vorhandenen Dreikantfeilen ein Rennen zu veranstalten. Seit 1995 zählt das Dumperrennen nun schon zu den Zuschauermagneten des Koselitzmarktes, der immer Anfang Juli stattfindet. Schnell fanden viele weitere Dumperfreaks Gefallen an diesem Sport. Und es gründeten sich so nach und nach Vereine: in Lehndorf, Adelsdorf, Zwickau und auf Rügen. So langsam nährte ein stiller Gedanke in mir die Hoffnung nach einer eigenen Deutschen- Dumper- Meisterschaft.
Nachdem 2002 Anfragen aus Adelsdorf und Zwickau zur Durchführung eigener Dumperrennen kamen, fasste ich die Gelegenheit beim Schopf und infizierte die einzelnen Veranstalter mit meiner Idee zur DDM. Noch im gleichen Jahr fand in Koselitz die Gründungsveranstaltung der Interessengemeinschaft Deutsche- Dumper- Meisterschaft statt.

Wie läuft solch ein Rennen ab?
Für die Strecke ist stets der jeweilige regionale Veranstalter zuständig. Für Adelsdorf ist beispielsweise Günter Dietze verantwortlich. Es müssen jedoch bestimmte Kriterien eingehalten werden.

Zum Beispiel?
Die Streckenbreite zwischen 2,50 und drei Metern darf nicht überschritten werden. Als Groborientierung für die Länge des Parcours gelten etwa 250 Meter pro Runde, alles abgegrenzt mit Reifen.

Gibt es Vorschriften für die Dumper?
Ja, an den Start dürfen nur Dreikantfeilen mit Kippmulde, Originalgetriebe und- rahmen, Einzylindersaugmotor und so weiter. Im Reglement gibt es extra einen Punkt, in dem die technischen Voraussetzungen für den Start der nostalgischen Fahrzeuge beziffert sind.

Wird das vorher kontrolliert? Natürlich. Die technische Abnahme erfolgt durch den Dekra- Prüfer.

Ist der Schnellste gleichzeitig auch der Sieger?
Nicht immer. Die Piloten müssen den Parcour mit Tempo und Geschicklichkeit absolvieren, denn jede sichtbare Reifenberührung wird mit zwei Strafsekunden geahndet.

Gespräch: Kathrin Schade

Termine der DDM- Rennen

  • 28. April in Adelsdorf
  • 8. Juli in Koselitz
  • 25. August in Lehndorf
  • 22. September in Zwickau
  • 21. Oktober in Lieschow
Eine Rennszene auf dem Adelsdorfer Parcour von 2006. Mit über 100 Startern innerhalb einer Rennsaison hat sich die Deutsche Dumper Meisterschaft zu einem festen Höhepunkt zwischen Rügen und Sachsen entwickelt.

Quelle: Sächsische Zeitung 27.04.2007


Dumper fahren wieder
Vom 5. bis 8. Juli findet der Koselitzmarkt statt. Der Heimatverein setzt neben Tradition auch auf Neues.

Traditionell steht der letzte Tag im Zeichen der drei Räder. Zum 13. Dumperrennen werden zwischen 50 und 60 Teilnehmer erwartet, schätzt Ralf Kießling vom Heimatverein Koselitz und verrät:" Es wird einen Versuch geben, ins Guinnessbuch der Rekorde zu kommen." Das Südharzer Dumperteam will die längste Dumperstrecke fahren, von Nordhausen bis Koselitz.Der Wettbewerb "Stärkster Mann von Koselitz" findet in diesem Jahr nicht statt. Dafür treten die Dumper am Sonnabend gegeneinander an: Reifen ziehen und Sprints stehen zum Beispiel auf dem Plan. Neben dem bunten Jahrmarkttreiben hat jeder der vier Festtage seinen eigenen musikalischen Höhepunkt. Fans der volkstümlichen Musik können sich auf die Original Alpen- Karavans freuen. Wer Schlager mag, sollte sich die Sommer- Schlager- Nacht vormerken.Und noch eine positive Überraschung hat der Heimatverein für die Besucher." In diesem Jahr werden wir die Eintrittspreise senken", verspricht Kießling. Was die Karte kosten wird, stehe aber noch nicht ganz fest.

Quelle: Sächsische Zeitung 26.04.2007


Presseberichte der DDM - Jahrgang 2006

Roger will Meister im Dumperfahren werden
Sitzenroda (TZ/ej). Verrückte Leute gibt es - dachten sich die Hauptmanns, als sie vor reichlich einem Jahr eine kleine Annonce über Dumpermeisterschaften in Koselitz lasen. Nach dem Wochenendausflug in den kleinen Ort bei Riesa aber gehörten die Sitzenrodaer zu eben diesen verrückten Leuten.

Familienvater Roger Hauptmann hatte sich von einer Minute auf die andere mit dem Dumperfieber infiziert und seine ganze Familie mit angesteckt. "So ein Gefährt habe ich auch zu Hause. Komm wir melden uns mal an", hatte der heute 41-Jährige zu Frau Cathleen gesagt. Und schon war's passiert.

Fünf Wertungsläufe
Roger Hauptmann startete zur Deutschen Meisterschaft im Dumperfahren. Fünf Wertungsläufe werden im Rahmen dieser ausgetragen, zwei in der Nähe von Riesa und je einer bei Bautzen, Zwickau und auf der Insel Rügen. Die Strecken messen im Schnitt 500 Meter und sind zirka 2,10 Meter breit. An den Rändern liegen Reifenstapel als Sicherheitsbegrenzung. "Wer die berührt oder überfährt bekommt Punkte abgezogen", erklärt Roger Hauptmann. Gefahren werden müssen im Einzelrennen jeweils zwei Runden auf Zeit.


Roger Hauptmann beim Rennen in Koselitz bei Riesa. Dies ist die größte Veranstaltung im Rahmen der Deutschen Dumpermeisterschaft. Knapp 10 000 Fans verfolgen den Wertungslauf dort jährlich.
Gegen 85 Starter trat der Sitzenrodaer an. Am Ende schaffte er im Premierenjahr den 14. Rang. Punkte gab's für ihn jedoch nur bei drei Rennen. In Koselitz wurde er 15., beim Rennen in der Nähe von Bautzen 7. und bei Großenhain 10. "Die anderen beiden habe ich als 16. beendet. Aber nur bis zum Platz 15 gibt es Punkte", erklärt Roger Hauptmann. Ziel für die neue Saison: "Unter die ersten zehn soll er kommen", gibt Ehefrau Cathleen klar die Richtung an. Einfach wird das nach der eigenen Hauptmann'schen Einschätzung nicht. "Bei den Rennen geht es manchmal ganz schön hart zur Sache. Da kippt auch schon mal ein Dumper um", erzählt Cathleen Hauptmann weiter. Sie selbst hat erst einmal ein Rennen auf einem solchen Gefährt bestritten. Auf der Insel Rügen bei der letzten Veranstaltung der Saison wird traditionell ein Ladies-Cup ausgefahren. "Da starten die Frauen mit dem Dumpern ihrer Männer. Bei zehn Starterinnen habe ich es gleich auf den dritten Platz geschafft", strahlt die 37-Jährige und Ehemann Roger stellt fest, dass sie ein echtes Naturtalent ist.

Mit zwei Dumpern am Start
Das Dumperteam Sitzenroda startet bei der Meisterschaft mit zwei Fahrzeugen. Eines fährt Landwirt Roger Hauptmann wie bereits erwähnt höchstpersönlich, das andere ein Freund der Familie - Karsten Spann. Auch ein kleiner Fanclub hat sich bereits gebildet. Und selbst Sponsoren konnten die Hauptmanns bereits für sich und ihren Sport begeistern. "Ohne die wäre das ganze auch gar nicht möglich", sagt der Familienvater und bedankt sich im gleichen Atemzug für die Unterstützung. Seinen Dumper nutzt der Landwirt ausschließlich für die Rennen. Im alltäglichen Leben kommt er nicht mehr zu Einsatz. Schon jetzt freut sich die ganze Familie auf die neue Saison.

Quelle: Torgauer Zeitung 20.11.06


Dumper auf Rekordkurs
Dumperfahrer wollen ins Guinness-Buch. Dafür waren 54 der kultigen Dreirag-Kipper auf einer 4,5 Kilometer langen Strecke auf der Insel Rügen unterwegs (gefordert waren für den Rekord 3,3 Kilometer). 52 Dumper aus Sachsen, Brandenburg, MV, Thüringen und Polen fuhren am Ende über die Ziellinie. Früher transportierten die Muldenkipper Sand und Zement über Baustellen in der DDR. Heute sind die 8,5 PS starken Fahrzeuge nur noch als Rennwagen bei der Deutschen Dumper Meisterschaft im Einsatz, die gestern auf Rügen stattfand. Ob der Rekord anerkannt wird, klärt sich in den nächsten Wochen.

Quelle: Ostsee Zeitung Montag, 23.10.2006


Rekord mit Rußwolke
50 "Dreikantfeilen" bildeten am Sonnabend in Lieschow die längste Dumperparade der Welt und kommen nun ins Guinness-Buch.

Lieschow. Eine Polonaise durfte es nach dem Willen der Guinnesskommission nicht sein. Eine Dumperparade erwartete man dagegen schon von den Deutschen. Bauer Thomas Lange hatte sich für seine Dumpermeisterschaften erneut etwas einfallen lassen - einen Weltrekordversuch für das Guinness-Buch der Rekorde. Und dieser gelang. Bis auf zwei der 52 gestarteten Dumper kamen alle an. DEKRA, Landrätin Kassner und andere Offizielle bezeugten am Sonnabend: Alles war korrekt. Die längste Dumperparade der Welt hat stattgefunden!

Mit dem ersten Lauf des Ladyscup begann gegen 14 Uhr der Nachmittag. Neun Starterinnen aus Sachsen, Thüringen und von Rügen gingen mit unterschiedlichem können ins Rennen. "Bitte schauen sie alle nach ihren Dieselvorräten, bevor um 15 Uhr der Rekordversuch beginnt", tönte eine Ansage immer wieder durch die Luft. Aufregung. Selten kamen so viele Menschen zu Lange.


Ein Dumper in Kurvenlage.
Mit Bernadette Kolbe aus Putbus bewältigt die letzte Lady den Parcours, während sich vorne schon alles hinter einem Dumper mit beheiztem Ofen auf der Ladefläche sammelt. Von rostig gebraucht bis edel lackiert ist alles zu finden. An manchen Gerät wird bis zur letzten Minute geschraubt. Manch eine der "Dreikantfeilen" von den Baustellen der früheren DDR springt nicht an, wird angeschleppt. "Nicht mehr als zwei Dumperlängen dürfen euch trennen", betet Initiator Thomas Lange beim Verteilen der Startplaketten allen vor. "Also, keine Sperenzchen." Dann fahren Feuerwehr und THW langsam an und 52 Dreiräder setzen sich dahinter in Bewegung. Die Luft wird schwarz, da einige Fahrzeuge mächtige Dieselrußwolken ausstoßen. Nach der ersten Kurve wird der Gabelstapler passiert. Ein Kamerateam hält hier für das Guinness-Buch alles im Bild fest. Einige kommen eben mit, andere wie Harald Schewe fahren übermütig Zickzack. Zum Rennen jedoch reicht es bei Schewe diesmal nicht. Er bekennt: "Gegen die Leute, die im Training stehen, komme ich nicht an." Gut, dass die Dumperparade den Spaßfaktor noch hält. Und: Noch nie waren so viele Dumper in Lieschow.

Währendessen sammeln sich die Menschen am Hoftor von Bauer Lange. Dort ist das Ziel. Hauptsorge nun: "Bitte haltet die Straße frei, das die Parade nicht im letzten Augenblick zum Stocken kommt. Sie darf nicht unterbrochen werden", bittet der Ansager. Die DEKRA-Prüfer Dirk Adrian Raschpichler und Andreas Jagusch stehen bereit mit ihren nummerierten Listen. Dann kommt die Bewegung in die Allee. Durch die enge Gasse schieben sich in der Rußwolke die farbigen und witzig gestalteten Gefährte. 50 sind kurz nach vier angekommen. Es ist geschafft, bestätigen die Prüfer.

Quelle: Andreas Küstermann - Rügener Zeitung Montag 23.10.2006


Piloten der "Formel D" fegen über die Piste
Reinsdorfer Dumperrennen lockt bei Kaiserwetter Besuchermassen an. Reinsdorf. Über echtes "Kaiserwetter" haben sich am Samstagnachmittag Teilnehmer und Besucher des 4. Reinsdorfer Dumperrennens auf dem Gelände der Baumschule Schob freuen können. Zwar gab es eine Menge dunkle Wolken - doch die stiegen aus den Auspuffrohren der wendigen Baufahrzeuge in den makellos blauen Himmel hinauf. Hunderte Zuschauer säumten den Reifen-Parcours, in dem 32 Dumperfahrer aus ganz Ostdeutschland gegeneinander antraten.

Im vergangenen Jahr zählten die Zwickauer Fahrer vom Team Näser zu den Verlierern einer wahren Schlammschlacht - diesmal mischten sie ganz vorne mit. "So gut waren wir noch nie", jubelte hinterher Mitveranstalter und Teamchef Thomas Näser. Sein Schwiegersohn Jens Mühlmann errang in Reinsdorf Platz 2. Damit liegt er auch in der Gesamtwertung der Deutschen Dumpermeisterschaft nach vier von fünf Rennen auf dem zweiten Rang.

Teamkollege Detlef Illhardt kam zwar nur auf Platz 7, ist aber in der Gesamtwertung nach wie vor Dritter. Im Oktober findet der letzte Akt der Meisterschaft ("Formel D") in Lieschow auf Rügen statt. Die Zuschauer bekamen eine Menge fahrerisches Können zu sehen, wenn die "Dreikantfeilen" unter ohrenbetäubendem Geknatter über die Piste fegten. Ein Gefährt kippte um, ein Fahrer schied aus.


Frank Domsch vom Dumperclub Lehndorf ging als Sieger des Rennens hervor.
Alle Szenen kommentierte das bewährte Duo Lars Wohlfarth und Udo Waschke mit launigen Sprüchen, von denen mindestens die Hälfte unter die Gürtellinie zielte. Regelrechte Fan-Blocks feuerten mit Sprechchören und La-Ola-Wellen ihre Favoriten an. Angereist waren sie aus ansonsten unbekannten Nestern wie Adelsdorf, Koselitz oder Lehndorf - in der jungen Dumper-Szene haben die Namen dieser Dörfer einen Ruf wie Donnerhall.

Vom Adelsdorfer Dumperteam war Günter Dietze als Mitglied der Rennleitung nach Reinsdorf gereist. "Für uns ist das immer schon eine Art Ausflug ins Gebirge", meinte der Mann aus Großenhain. Die Bedingungen stimmten hier, und das Publikum sei begeisterungsfähig: "Natürlich muss das Wetter passen - diesmal ist es ideal." In Adelsdorf finden schon seit 2001 eigene Dumperrennen statt, 2003 wurde die Deutsche Dumpermeisterschaft mit einheitlichem Reglement ins Leben gerufen. "Seitdem haben wir viel bewegt." Für die Zukunft müsse man sich etwas einfallen lassen, um das Ganze attraktiver zu machen - allein das Fahren um Reifen reiche auf die Dauer nicht aus. Ihm schweben bestimmte Schikanen vor, bei denen die Fahrer ihre Geschicklichkeit auf bisher nicht gesehene Art unter Beweis stellen müssten. Man darf also schon jetzt gespannt sein, wie das Reinsdorfer Rennen im nächsten Herbst abläuft.

Platzierung des 4. Wertungslaufes der Deutschen Dumpermeisterschaft:
1. Frank Domsch (Siebitz, Dumperclub Lehndorf)
2. Jens Mühlmann (Zwickau, Team Näser)
3. Marcel Born (Koselitz)

Quelle: Freie Presse Lokalausgabe Zwickau 11.09.06


Rußwolken und Zementstaub-Fahnen
Dumper. Lokalmatadore der Grafe-Familie fuhren das Meisterschaftsrennen in Adelsdorf gleich im Doppelpack nach Hause.

Wer konnte sich bisher schon rühmen, bei Adelsdorf im Stau gestanden zu haben? Am Sonnabend geschah das zum Erstauen und zur Verärgerung der Besucher gleich mehrmals. Die schmale Gemeindestraße nach Lampertswalde war link und rechts zugeparkt, und wenn der Verkehr aus beiden Richtungen anrollte, ging nichts mehr. Ungefähr 1500 Schaulustige waren herbeigeströmt, um auf dem Gelände der Firma Wallberg den Lauf zur Deutschen Meisterschaft der Dumperfahrer zu verfolgen. Weil die Schlange vorm Einlass nicht abreißen wollte, wurde der Start glattweg eine Viertelstunde hinausgezögert. Dann aber ging es richtig zur Sache.

39 Piloten zeigten ihr Können auf der 200 Meter langen, reifengesäumten Piste, die mit ihren engen Kurven, Senken und Huckeln zweimal durchfahren werden musste. Ohrenbetäubendes Motorengetucker, Dieselrußwolken und Zementstaubfahnen markierten den Start - und gleich legte Lokalmatador andre Grafe eine Superzeit vor. Ein Hand lässig ans Lenkrad gelegt, fuhr der Fahrzeugtechnik-Student 1:47 Minuten heraus.


39 Piloten zeigten ihr Können auf der 200 Meter langen, reifengesäumten Piste.
Die Konkurrenz aus Koselitz, Zwickau, Lehndorf und Rügen reagierte geschockt. Erst Andres Vater, dem zweifachen deutschen Meister, gelang es, die Zeit seines Sprösslings zu knacken - mit 1:45 Minuten fuhr er den Sieg souverän nach Hause.

Unbestrittener Publikumsliebling aber war Karl-Heinz "Charlie" Obersteiner , der schwergewichtige Adelsdorfer, der nach Auskunft des Moderators, genau so viel wiegt wie sein Dumper. Ein bisschen übertrieben vielleicht, denn der dreirädrige Bautransporter, der zwischen 1958 und 1960 in Mölkau bei Leipzig produziert wurde, bringt es auf 960 Kilogramm. Das immer zu Späßen aufgelegte Piloten-Urgestein, das bisher kein Rennen ausließ, kam zwar nicht auf einen vorderen Platz, heimste aber den meisten Beifall ein.


Die Grafe-Familie fuhr das Meisterschaftsrennen in Adelsdorf gleich im Doppelpack nach Hause.
Der sportliche Wert des Rennes mit den "Dreikantpfeilen" aber stand gar nicht so im Vordergrund. Es war einfach eine Augenweide, die mit NVA-Stahlhelmen, Feuerwehrhauben und Mottorrad-Visierhelmen bemützten Fahrer kunstvoll über den Parcours holpern zu sehen. Nur wenige streiften die Pistebegrenzung und mussten dafür Strafsekunden einstecken.

Und wenn jemand seinen Dumper in einer Kuhle festfuhr, gab's dennoch anerkennenden Zuschauer-Applaus "Super gelaufen" resümierte Günter Dietze, der Mitbegründer Meisterschafts-Vereins der Dumperpiloten nach der Veranstaltung.

"Die Strecke war bestens präpariert, das Wetter passte, und die Zuschauerzahlen stimmten - was will man mehr?" auch Dirk Ammermann, der Chef des Adelsdorfer Dumpervereins rieb sich zufrieden die Hände. Ein Doppelsieg für seine 20 Mitglieder starke Truppe - das war das I-Tüpfelchen auf die Jubiläumsfeier des Ortes.

Die Dumperrennen sind übrigens eine originär Koselitzer Erfindung. Dort war man im Jahre 1995 zum ersten Mal mit den "Dreikantfeilen" über den Parcours gebraust, und in Koselitz wird am 9.Juli auch das nächste Meisterschaftsrennen ausgetragen. Dann wird sich die Fangemeinde wohl an der Röder wieder sehen.

Quelle: Sächsiche Zeitung 02.05.2006 - M.Müller


Radiogewinn für Adelsdorfer - 1500 Euro fließen in 1.Wertungslauf zur DDM
Sektkorken knallten und das Lied vom Dumperfahrer klang lautstark durch die Boxen in der Werkstatt von Automobile Grafe in Adelsdorf bei Großenhain. Ein Großteil der Mitglieder vom Adelsdorfer Dumperteam e.V. hatte sich, vorbildlich in den Vereinsfarben weinrot und gelb gekleidet, eingefunden, um den Gewinn des Vereins-Duells in Empfang zu nehmen.

Täglich noch bis Mitte April wird dieser Wettbewerb von MDR 1 Radio Sachsen und der Margon Brunnen GmbH durchgeführt. Nach ihrer Teilnahme am Radeburger Faschingsumzug haben sich die Adelsdorfer Dumperfahrer für den Radiowettbewerb angemeldet. Letzten Donnerstag traten sie gene den Radsportverein Leisnig (bei Döbeln) an. Es galt die Frage zu beantworten, wie lang die Landesgrenze zwischen Sachsen und Thüringen ist. 265 Kilometer wäre die richtige Antwort gewesen. Die Adelsdorfer haben geschätzt und lagen mit 120 Kilometer näher dran. Das bedeutete eine Gewinnsumme von 1500 Euro, die von der Margon Brunnen GmbH Lichtenau spendiert werden. Deren PR-Eventmanagerin Bettina Krumbiegel kam dann auch mit MDR-Moderator Gert Zimmermann zu den Dumperfahrern. "Das Geld können wir gut gebrauchen", freut sich Vereinsvorsitzender Dirk Ammermann. "Das fließt in den 1.Wertungslauf zur Deutschen Dumpermeisterschaft, den wir am 30.April bei uns in Adelsdorf austragen."

Quelle: Wochenkurier 13.03.2006 - T.Kube